Team “Sta­ren­kas­ten” Sta­tion 2

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Herz­lich Will­kom­men!
An die­ser Stel­le möch­ten wir uns gern mit unse­rer Sta­ti­on „Sta­ren­kas­ten“ vor­stel­len. Uns ist es ein wich­ti­ges Anlie­gen, jedes Kind mit sei­nen indi­vi­du­el­len Beson­der­hei­ten ken­nen­zu­ler­nen und anzu­neh­men. Das Kind und sei­ne Fami­lie sol­len sich bei uns wohl­füh­len und dür­fen sich so zei­gen, wie sie sind. Gemein­sam machen wir uns dann im Ver­lauf des Auf­ent­hal­tes auf den Weg und erar­bei­ten auf ver­schie­de­nen Ebe­nen, in wel­che Rich­tung es wei­ter­ge­hen soll.

Rah­men­be­din­gun­gen des sta­tio­nä­ren Auf­ent­hal­tes:
Bei uns wer­den Kin­der im Vor­schul­al­ter (ca. 3 – 6 Jah­re) zusam­men mit einem Eltern­teil oder einer ande­ren nahe­ste­hen­den Begleit­per­son auf­ge­nom­men. Die Kin­der schla­fen in der Regel in Zwei- bis Drei­bett-Zim­mern auf der Kin­der­sta­ti­on. Die Eltern schla­fen nachts in einem nahe­ge­le­ge­nen Eltern­zim­mer im sel­ben Haus und kön­nen bei Bedarf von der Nacht­wa­che geru­fen wer­den. Falls not­wen­dig, kann ein Geschwis­ter­kind als Begleit­kind mit­kom­men. Die­ses über­nach­tet dann bei der erwach­se­nen Begleit­per­son und wird auch von die­ser betreut.

Fra­ge­stel­lun­gen:
Ein­wei­sungs­dia­gno­sen sind Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­run­gen, Ver­hal­tens­stö­run­gen, emo­tio­na­le Stö­run­gen oder tief­grei­fen­de Ent­wick­lungs­stö­run­gen wie Autis­mus. Im Vor­der­grund ste­hen meist dia­gnos­ti­sche Fra­ge­stel­lun­gen. Es ist uns aber eben­so wich­tig, die Eltern im Umgang mit den Ver­hal­tens­be­son­der­hei­ten ihrer Kin­der zu unter­stüt­zen.

Team:
Wir haben ein inter­dis­zi­pli­nä­res Team, so dass wir die Kin­der aus ganz unter­schied­li­chen Blick­win­keln wahr­neh­men und unse­re Beob­ach­tun­gen zusam­men­tra­gen kön­nen. Es sind die Fach­be­rei­che Psy­cho­lo­gie, Medi­zin, Heil­päd­ago­gik, Ergo­the­ra­pie, Phy­sio­the­ra­pie, Logo­pä­die und Sozi­al­be­ra­tung ver­tre­ten, wel­che je nach Fra­ge­stel­lung in den dia­gnos­ti­schen und the­ra­peu­ti­schen Pro­zess mit ein­be­zo­gen wer­den. Im Pfle­ge­team arbei­ten Kran­ken­schwes­tern, Kin­der­kran­ken­schwes­tern, Erzie­her und Heiler­zie­hungs­pfle­ger. Ver­stärkt wird das Team durch Absol­ven­ten des Frei­wil­li­gen Sozia­len Jah­res.

Behand­lungs­pro­zess:
Am Anfang des unge­fähr vier­wö­chi­gen Auf­ent­hal­tes ste­hen die Auf­nah­me­ge­sprä­che in den ver­schie­de­nen Fach­be­rei­chen, bei wel­chen wir mit den Eltern gemein­sa­me Zie­le für den Auf­ent­halt ent­wi­ckeln. Dann geht es uns dar­um, zunächst erst ein­mal das Kind in den ver­schie­de­nen Dia­gnos­tik- und The­ra­pie­ter­mi­nen ken­nen­zu­ler­nen. High­lights für die Kin­der sind dane­ben das Schwim­men im Bewe­gungs­bad, die Psy­cho­mo­to­rik­grup­pe und die soge­nann­te „Creme­rut­sche“- ein basa­les Wahr­neh­mungs­an­ge­bot in der Grup­pe. Auch das wöchent­li­che gemein­sa­me Gestal­ten wird von Kin­dern und Eltern gut ange­nom­men.

Nach unge­fähr einer Woche füh­ren wir mit den Eltern ein „Bilanz­ge­spräch“. Hier erhal­ten die Eltern von The­ra­peu­ten und Pfle­ge­team Rück­mel­dun­gen über ihr Kind. Die Zie­le für den Auf­ent­halt wer­den über­prüft und gege­be­nen­falls ange­passt. Zudem wird mit den Eltern geplant, in wel­cher Form sie im wei­te­ren Ver­lauf in den Behand­lungs­pro­zess ein­be­zo­gen wer­den. Es fin­den Inter­ak­ti­ons­ter­mi­ne mit Eltern und Kin­dern sowie Video­ana­ly­sen von Spiel­si­tua­tio­nen statt. In fami­li­en­the­ra­peu­ti­schen Ter­mi­nen geht es dar­um, das Kind in sei­ner Lebens­welt bes­ser ver­ste­hen zu kön­nen und die Eltern zu unter­stüt­zen.

Durch den Abstand vom gewohn­ten All­tag und die the­ra­peu­ti­sche Unter­stüt­zung gelingt es den Eltern oft, eine neue Sicht auf ihre Kin­der zu ent­wi­ckeln. Die Kin­der pro­fi­tie­ren von den The­ra­pi­en. Uns ist es wich­tig, dass posi­ti­ve Impul­se auch bei der Rück­kehr in die alte Umge­bung wirk­sam sein kön­nen. Des­halb laden wir gern Netz­werk­part­ner, z.B. Erzie­her oder Heil­päd­ago­gen, zu einem Abschluss­ge­spräch, dem „Run­den Tisch“, in unser Kin­der­zen­trum ein. Hier suchen wir den Aus­tausch, ver­mit­teln unse­re Ein­schät­zun­gen, Dia­gno­sen und das emp­foh­le­ne För­der­kon­zept und stim­men gemein­sam mit den Eltern ab, was für die Zukunft wich­tig ist. Gern bie­ten wir bei Bedarf auch eine Ver­laufs­kon­trol­le im ambu­lan­ten Rah­men an.

Wir freu­en uns dar­auf, Sie und Ihr Kind ken­nen­zu­ler­nen!
Ihr Sta­ren­kas­ten-Team