Team “Mau­se­loch” Sta­ti­on 4

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Auf unse­rer Sta­ti­on wer­den Säug­lin­ge und Klein­kin­der mit neurologischen/neuropädiatrischen Erkran­kun­gen mit Bewe­gungs­stö­run­gen auf­grund prae- und peripar­ta­ler Schä­di­gun­gen, neu­ro­mus­ku­lä­rer oder neu­ro­me­ta­bo­li­scher Ursa­chen, mit Anfalls­lei­den (Epi­lep­sie) und mit Ent­wick­lungs­auf­fäl­lig­kei­ten in der sen­so­ri­schen, moto­ri­schen, sozia­len, emo­tio­na­len und kogni­ti­ven Ent­wick­lung behan­delt. Der Dia­gnos­tik von Sprach­ent­wick­lungs­auf­fäl­lig­kei­ten oder -stö­run­gen kommt dabei ein beson­de­rer Stel­len­wert zu, da die Spra­che als Teil der all­ge­mei­nen kind­li­chen Ent­wick­lung in wech­sel­sei­ti­ger Bezie­hung zu allen ande­ren Ent­wick­lungs­be­rei­chen steht.

Wir neh­men auch Kin­der mit Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten (Auto­sti­mu­la­tio­nen und Auto­ag­gres­sio­nen), nach Miss­hand­lung und/oder Ver­nach­läs­si­gung und mit Autis­mus-Spek­tum-Stö­rung zur Dia­gnos­tik und Behand­lung auf.

Ein Schwer­punkt auf unse­rer Sta­ti­on ist die Dia­gnos­tik und Behand­lung von psy­chi­schen Stö­run­gen im Säug­lings- und Klein­kind­al­ter hier ins­be­son­de­re Füt­ter-Ess­stö­run­gen (Naso­gas­tral- und PEG-Son­den­er­näh­rung und Ent­wöh­nung → sie­he haus­in­ter­nes Kon­zept), Ein- und Durch­schlaf­stö­rung, Regu­la­ti­ons­stö­run­gen und Bin­dungs­stö­rung.

Die Dau­er des Auf­ent­hal­tes beträgt 3 – 4 Wochen. Auf unse­rer Sta­ti­on sind 6 (-7) Pati­en­ten zusam­men mit einem Eltern­teil auf­ge­nom­men. Nach indi­vi­du­el­ler Abspra­che kann auch ein Geschwis­ter­kind als Begleit­kind mit auf­ge­nom­men wer­den. Auf der Sta­ti­on gibt es 3 Roo­m­ing-in Zim­mer und ein Zim­mer, in dem 3 Kin­der gemein­sam unter­ge­bracht sind und die Eltern jeweils ein eige­nes Zim­mer in einem benach­bar­ten Gebäu­de im 1.OG haben. Es gibt außer­dem noch ein Ess­zim­mer mit Küchen­zei­le und ein Spiel­zim­mer. Das Spiel­zim­mer wird bei Bedarf nachts auch als Aus­weich­zim­mer für ein Kind zum Schla­fen genutzt.

Die Eltern sind tags­über für die Ver­sor­gung, Betreu­ung und Pfle­ge ihrer Kin­der zustän­dig, im Roo­m­ing-in auch in der Nacht. Ent­spre­chend dem jewei­li­gen Behand­lungs­ziel erhal­ten Pati­en­ten und Eltern indi­vi­du­el­le Unter­stüt­zung, Beglei­tung und Anlei­tung in den All­tags­tä­tig­kei­ten durch das Kran­ken­pfle­ge­per­so­nal (Kran­ken- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge) und die The­ra­peu­ten. Nachts wer­den die Kin­der von Nacht­wa­chen und durch kon­ti­nu­ier­li­che akus­ti­sche Über­wa­chung über eine Abhör­an­la­ge sowie stünd­li­che Rund­gän­ge in die Pati­en­ten­zim­mer betreut (gilt nicht für Roo­m­ing-in Zim­mer).

Alle Mahl­zei­ten der Kin­der fin­den in Beglei­tung ihrer Eltern im Ess­zim­mer auf der Sta­ti­on statt, in Ein­zel­fäl­len bei Bedarf auch sepa­rat im Roo­m­ing-in. Nach den Mahl­zei­ten der Kin­der neh­men die Eltern ihre Mahl­zei­ten in dem gemein­sa­men Spei­se­raum der Kli­nik, zusam­men mit den ande­ren Eltern im Haus, ein.

Das inter­dis­zi­pli­nä­re Team der Sta­ti­on „Mau­se­loch“ setzt sich unter kin­der­ärz­li­cher Lei­tung aus den Fach­be­rei­chen Psy­cho­lo­gie, Phy­sio­the­ra­pie, Heil­päd­ago­gik, Logo­pä­die, Ergo­the­ra­pie, Sozi­al­päd­ago­gik, Kran­ken- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge zusam­men.

Inhal­te des sta­tio­nä­ren Auf­ent­hal­tes sind inter­dis­zi­pli­nä­re Dia­gnos­tik der Kin­des­ent­wick­lung, mul­ti­moda­le Behand­lung, Bera­tung und Anlei­tung sowie Erar­bei­tung eines För­der­kon­zep­tes für die ambu­lan­te Wei­ter­be­hand­lung. Alle Team­mit­glie­der ste­hen wäh­rend des Auf­ent­hal­tes in engem Aus­tausch mit Kind und Eltern und mit­ein­an­der, um so einen mög­lichst indi­vi­du­ell auf das jewei­li­ge Kind zuge­schnit­te­nen Behand­lungs­ver­lauf rei­bungs­los und koope­ra­tiv ent­wi­ckeln zu kön­nen.