Epilepsiebehandlung im Kinderzentrum Pelzerhaken

//Epilepsiebehandlung im Kinderzentrum Pelzerhaken
Epilepsiebehandlung im Kinderzentrum Pelzerhaken2020-01-20T17:00:48+01:00

Kin­der und Jugend­li­che mit Epi­lep­sien kom­men aus Schles­wig-Hol­stein  sowie aus den angren­zen­den Bun­des­län­dern (Ham­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Nie­der­sach­sen) in unse­re,  von der von der Gesell­schaft für Epi­lep­to­lo­gie aner­kann­te Anfalls­sprech­stun­de. Wir behan­deln Kin­der und Jugend­li­che mit Epi­lep­sie im Alter von 0 – 18 Jah­ren. 

Der Lei­ter des epi­lep­to­lo­gi­schen Bereichs unse­res Zen­trums, Herr PD Dr. Rai­ner Boor ist Inha­ber des Zer­ti­fi­ka­tes Epi­lep­to­lo­gie, das den regel­mä­ßi­gen Nach­weis spe­zi­el­ler Kennt­nis­se auf dem Gebiet der Epi­lep­to­lo­gie vor­aus­setzt. Er erhielt sei­ne kin­der­ärzt­li­che und kin­der­neu­ro­lo­gi­sche Aus­bil­dung am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Mainz, wo er ab 1997 als neu­ro­päd­ia­tri­scher Ober­arzt arbei­te­te. Er lei­te­te von 2004 bis 2012 das Nord­deut­sche Epi­lep­sie­zen­trum Rais­dorf, bevor er 2013 in die Epi­lep­sie­sprech­stun­de für Kin­der des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Schles­wig-Hol­stein Kiel wech­sel­te. Seit Juni 2018 lei­tet er den Bereich Epi­lep­to­lo­gie des Kin­der­zen­trums Pelz­erha­ken. 

Wich­tig für unse­re Anfalls­be­hand­lung ist der elek­tro­ni­sche Behand­lungs­ka­len­der Epi­vis­ta®, der von den Pati­en­ten und Fami­li­en zu Hau­se geführt wird. Er stellt die Basis für den Aus­tausch der Infor­ma­tio­nen zwi­schen zu Hau­se und der Kli­nik dar. Die­ses moder­ne eHe­alth Pro­jekt erleich­tert die Beur­tei­lung der Wirk­sam­keit der Anti­epi­lep­ti­ka und ist unver­zicht­bar bei der Dosie­rung der Medi­ka­men­te. Dies gilt für die Auf­do­sie­rung (Beginn eines Medi­ka­ments und Stei­ge­rung der Dosis) sowie für die Abdo­sie­rung (Dosis­re­duk­ti­on) der Medi­ka­men­te. Die­ses Moni­to­ring der Medi­ka­men­te ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der Behand­lung the­ra­pie­schwie­ri­ger und phar­ma­ko­re­sis­ten­ter Pati­en­ten. Durch die Ver­wen­dung des elek­tro­ni­schen Behand­lungs­ka­len­der Epi­vis­ta ® kön­nen vie­le Behand­lungs­schrit­te nach Hau­se ver­la­gert und Wie­der­vor­stel­lun­gen – bei oft lan­gen Anfahrts­we­gen – redu­ziert wer­den. Epi­vis­ta ® erleich­tert die Zusam­men­ar­beit mit den Ansprech­part­nern am Hei­mat­ort (nie­der­ge­las­se­ne Kin­der­ärz­te, Kin­der­neu­ro­lo­gen, Kli­ni­ken, The­ra­peu­ten etc.).

Unse­re dia­gnos­ti­schen Mög­lich­kei­ten (Wach‑, Schlaf‑, Lang­zeit-EEG ) konn­ten wir 2019 durch ein Lang­zeit Video-EEG Moni­to­ring ergän­zen . 

Wir berück­sich­ti­gen auch zusätz­li­che Pro­ble­me im Rah­men einer umfas­sen­den the­ra­peu­ti­schen Beglei­tung des Kindes/Jugendlichen und der Fami­lie. Die psy­chos­zia­le Betreu­ung durch unse­re Sozi­al- und Epi­lep­sie­be­ra­te­rin sowie die psy­cho­lo­gi­sche Mit­be­treu­ung und die Ver­sor­gung durch wei­te­re Berufs­grup­pen (Phy­sio­the­ra­pie, Logo­pä­die, Ergo­the­ra­pie, Leh­rer) sind – bei Bedarf – inte­gra­le Bestand­tei­le der Behand­lung. Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten in Krip­pe, Kin­der­gar­ten und Schu­le wer­den erar­bei­tet und ein­ge­lei­tet.

Regel­mä­ßig wer­den Mit­ar­bei­ter aus Kin­der­gär­ten, Schu­len und Ver­ei­nen hin­sicht­lich des Umgangs mit epi­lep­ti­schen Anfäl­len und der Bedeu­tung der Erkran­kung infor­miert und geschult

Unse­re Koope­ra­ti­ons­part­ner sind: Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Schles­wig-Hol­stein (UKSH) mit dem Cam­pus Lübeck (MRT, Human­ge­ne­tik, Zusatz­un­ter­su­chun­gen) und dem Cam­pus Kiel (prä­chir­ur­gi­sches Epi­lep­sie­mo­ni­to­ring, MRT, Human­ge­ne­tik), u.a..